Örtliche Betäubung

Unter Neuraltherapie versteht man die gezielte Gabe eines Lokalanästhetikums (also eines lokalen Betäubungsmittels) in erkrankte, entzündete oder schmerzhafte Gebiete. Dabei spritzt man das Mittel direkt an genau definierte Punkte - schmerzhafte Bereiche und Akupunkturpunkte - um dadurch die Signale der Nerven aus diesem Bereich zu unterbrechen.

Die Neuraltherapie reguliert Körperfunktionen und wird in der Schmerztherapie, v.a. bei chronischen Beschwerden, angewandt. Dadurch können Blockaden aufgelöst, Entzündungen gehemmt, das Gewebe entspannt und die Durchblutung verbessert werden. Auch innere Organe können positiv beeinflusst werden, da über das Nervensystem Heilvorgänge gestartet werden und das gestörte Gleichgewicht wieder hergestellt werden kann.

In der Regel muss anfangs ein bis zwei Mal pro Woche behandelt werden. Pro Sitzung werden je nach Krankheitsbild mehrere Depots (Quaddeln in der Haut oder Injektionen ins Gewebe) gesetzt. Die weitere Behandlung richtet sich nach dem Verlauf der Beschwerden.

Anwendungsgebiete sind unter anderem: Schmerzen des Bewegungsapparates, muskuläre Verspannungen, Blockaden der Gelenke und der Wirbelsäule, sogenannte Störfelder, d. h. chronische Entzündungen, die nicht nur lokal sondern auch an entfernten Körperregionen Probleme verursachen oder Harninkontinenz.